Der Lebkuchen ist ein Weihnachtsgebäck mit langer Tradition. Auch Ägypter und Römer aßen “Honigkuchen“. Früher wurde Lebkuchen von den Lebzeltern, Pfefferküchlern oder Lebküchlern gebacken – einem eigenen Handwerksberuf. Das Wort Lebkuchen taucht erstmals im 13 Jahrhundert mit dem mittelhochdeutschen “lebkuoche” auf und bezeichnet ein flaches Brot. Lange Zeit wurden die schmackhaften Kuchen auch in Klöstern gebacken, weil das Gebäck als gesund, heilend, verdauungsfördernd und appetitanregend galt und deshalb besonders in der Fastenzeit genossen werden durfte. Dank seiner besonders guten Haltbarkeit auch für schlechte Zeiten vorgebacken und eingelagert. Zwischen all der Vielfalt angefangen bei den Aachener Printen über den Nürnberger Lebkuchen, Elisenlebkuchen, Pulsnitzer Pfefferkuchen, als verzierte Lebkuchenherzen oder Lebkuchenhaus ist die Beliebtheit des ganz klassischen Lebkuchens nach wie vor ungebrochen. Für den Klassiker wird hierzulande als Grundstoff überwiegend Weizenmehl verwendet und zum Süßen natürlich ausschließlich feinster Honig.

Typisch für Lebkuchen ist die kräftige Würzung mit Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskatblüte, Gewürznelken, Piment und Zimt. Die zahlreichen exotischen Gewürze für Lebkuchen wurden früher auch als “Pfeffer”  bezeichnet – daher stammt auch der Name Pfefferkuchen.

Hier nun ein erster, eigener Versuch – kein klassisches Rezept, ein empfohlenes von Freunden und sie waren sehr gut:

Zutaten Honiglebkuchen:

Zutaten Spritzmasse:

  • ½ Eiklar
  • Puderzucker (gesiebt)

Für den Lebkuchenteig den Honig sanft erwärmen und dann mit allen anderen Zutaten zu einem festen Teig kneten. Am Besten zuerst mit einer Küchenmaschine, dann knetet man noch von Hand weiter. Den Teig über Nacht rasten lassen und dann kleinweise ca. 3 mm dick ausrollen – dazu verwendet man griffiges Mehl. Beliebige Lebkuchenformen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Möchte man den Lebkuchen leicht glänzend, dann kann man ihn vor dem Backen mit Eiklar bestreichen.

Bei 180 °C hell backen und danach auskühlen lassen.

Für die Spritzmasse mit dem Mixer das Eiklar schlagen und nach und nach so viel gesiebten Puderzucker einrühren, bis die Masse dick cremig wird. In einen Einwegspritzsack füllen und die Lebkuchen verzieren.

Die richtige Lagerung ist bei einem Lebkuchen sehr wichtig. Deshalb muss man den Lebkuchen luftdicht, trocken und kühl in einer Blechdose aufbewahren. Bevor man den Lebkuchen in die Dose legt, sollte er nach Möglichkeit gut abgekühlt sein, deshalb gibt man den Lebkuchen erst nach 2 Tagen in die Dose. Um die weiche Konsistenz des Lebkuchens und der Plätzchen zu erhalten, ein Stück ungespritzte Mandarinen- oder Orangenschale, eine Apfelhälfte oder eine Scheibe Brot neben das Gebäck legen. Durch die Schale bekommt das Gebäck gleichzeitig ein fruchtiges Aroma. Die Schale, Apfelhälfte bzw. Brotscheibe nach 1-2 Tagen austauschen, da es sonst zu Schimmelbildung kommen kann.

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Zu Besuch bei Frater Nikolaus im Stift St. Paul, im südlichen Lavanttal. Mit den Benediktinern ist die Abtei zum “Schatzhaus Kärntens” gewachsen. St. Paul besitzt deshalb heute eine der wertvollsten Klostersammlungen Europas. Eine Bibliothek die die Schreibkunst vom 5. bis zum 18. Jahrhundert lückenlos dokumentiert. St. Paul besitzt ca. 70.000 Bücher, darunter das älteste Buch des Landes und das erste Druckwerk Gutenbergs aus der Zeit um 1450 – Objekte, deren Wert sich gar nicht ermessen lässt. Eine eindrucksvolle mittelalterliche Basilika aus dem 12. Jahrhundert in dessen Gruft die Gebeine der ersten Habsburger ruhen – unter ihnen die Stammmutter der Habsburger und Gemahlin Rudolfs I, Anna Gertrude von Hohenberg.

Das Stiftsmuseums, mit einer Gesamtfläche von fast 4.000 m² ist auch das Zuhause eine der wertvollsten privaten Sammlungen Österreichs.  In den Sälen des Museums, die teilweise mit wertvollen Holzdecken aus dem 17. Jahrhundert ausgestattet sind,  reichen die ausgestellten Objekte von mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten und Textilien über renaissancezeitliche und barocke Kostbarkeiten, eine wertvolle Gemäldegalerie mit Werken von Rubens, Van Dyck, Holbein, Leonardo da Vinci bis hin zum letzten großen Barockmaler Österreichs Kremser Schmidt mit angeschlossener Grafiksammlung (ca. 30.000 Blätter).

Und eine Imkerei gibt es auch 🙂 Es waren wohl die Kerzen, das Bienenwachs warum in vielen mittelalterlichen Klosteranlagen Imkereien zu finden waren. Es entstand in Süddeutschland die erste Imkerorganisation in Form der Zunft der Zeidler. Diese Zunft war hoch angesehen. Die Zunftangehörigen genossen zahlreiche Privilegien und hatten zwischen 1350 und 1779 eine eigene Gerichtsbarkeit durch das Zeidelgericht. Die Klöster betrieben eigene Imkereien und verpachteten Grund und Boden oft mit der Bedingung der Bienenhaltung und dem Zins in Form von Wachs. Die Preise für die Bienenprodukte waren damals ziemlich hoch. Ein Bienenvolk war da genausoviel wert wie eine Kuh. Im Mittelalter hatte die Imkerei eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, doch der aufkommende “Kolonialzucker“, Reformation und die Auflösung von Klöstern sowie der Dreißigjährige Krieg mit seinen ungeheuren Verwüstungen beendete wohl die blühende Bienenwirtschaft.

Bienen und Klöster sind seit Jahrhunderten einen gemeinsamen Weg gegangen. In St. Paul ist mit Frater Nikolaus eine alte Tradition wieder zurückgekehrt – wo es im Stift zuletzt vor 200 Jahren Bienenwirtschaft gab. Er hat eine Jahrhunderte alte Tradition aufgegriffen, denn die Haltung von Bienenvölkern gehörte immer zur klösterlichen  Landwirtschaft. Eine Imkerei die inzwischen auch Bio-Zertifiziert ist und in die Gewölbe des Stifts traumhaft integriert ist. Stiftshonig gibt es im Museumsshop, Vorwiegend Waldhonig, wo die Bienen im Sommer oft vom Stiftshügel nach Soboth auf 1.300 Meter in den Wald umziehen dürfen. Er war schon auf recht vielen Völkern, geplant war sogar eine richtige Erwerbsimkerei und nun wird die Imkerei doch nicht vergrößert. Eine Destillerie ist im Aufbau und da wird großes noch dazukommen. Das Handwerk der Destillation feiner Brände hat ebenso im Kloster eine lange Tradition. Es ist jetzt schon in den Gewölben zu sehen, dass auch hier Imposantes passieren wird.

Ein Reisebericht – zustande gekommen durch die gemeinsame Ausbildung in Warth. Ein sehr wichtiger Teil der Ausbildung ist die gemeinsame Zeit neben und nach dem Unterricht. Nicht nur in den Fächern wird viel vermittelt, auch untereinander findet ein reger Erfahrungsaustausch statt. Herzlichen Dank Nikolaus für die viele Zeit, die du in St. Paul zur Verfügung gestellt hast. Es war faszinierend so eine privaten, persönlichen Einblick in das Stift, das Ordensleben und eine Lebensphilosophie zu bekommen. Es waren sehr interessante Tage in St. Paul und es war mehr als nur ein Besuch bei einem Imkerkollegen. Hoffentlich bald wieder!

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Hier liegt der Imker immer sehr lange in der Wiese und schaut den Mädels bei der Arbeit zu  🙂  Naja, ganz so ist es nicht, aber ein bisschen…   🙂 Stadtimkern ist anders, oft stehen Bienenvölker auf Dächern – zwangsweise je weiter es in die Stadtmitte geht. Doch weiter draußen, am Stadtrand, gibt es auch viele Gärten, die von der Straße aus meist gar nicht sichtbar sind. HIER schön zu sehen, wie grün Wien doch im Umfeld von Schönbrunn ist, von der Straße aus ist das meist nicht erkennbar. Hier liegt dieser Garten.

Dies ist einer der Standorte der Bienengaertnerin, der in den letzten Jahren jährlich vergrößert worden ist. Von 3 auf 5 auf 7 Völker erweitert und der Grundbesitzer möchte mehr. Mal sehen wie lange der Imker das noch abwehren kann 🙂 Ein sehr schöner, naturbelassener Garten. Es wird nur 2-3 mal im Jahr die Wiese gemäht und der häufigste Besucher ist der Imker. Marder hab ich spät abends auch schon getroffen, Füchse sind in der Gegend auch angesiedelt. In den grünen Randbezirken sind ‘wilde Tiere‘ schon seßhaft geworden.

Ein paar sehr alte Bäume, eine uralte, mächtige Kirsche, die doch schon recht an ihrem Lebensende ist. Es sollen noch bienengerechte Pflanzen kommen. Ein Paradies für die Bienen, es sind nur 200-300 Meter in den Schloßpark Schönbrunn. In der Saison sind die Völker recht stark hier, der Honigertrag sehr hoch und wie in Städten häufig, auch in Wien – der Honig mit viel Linde schon fast ein Sortenhonig. Auch der Götterbaum ist im Honig meist dabei. Zeitgleich zur Linde kommt da noch ein leicht herber Geschmackseinschlag dazu. Darum wird hier 3 mal im Jahr geschleudert – Vor der Linde, nach der Linde und zum Saisonabschluß. Das ergibt einen frischen ‘Frühlingshonig’ – jedes Jahr anders, aber durch die Jahreszeit mit einem meist leicht höherem Wassergehalt versehen. Einen ‘Frühsommerhonig’ – mit meist viel Linde und doch auch dem leichten, spürbaren Anteil vom Götterbaum. Am Ende der Saison einen ‘Sommerhonig’ – auch hier ist die Linde immer noch dabei, aber nicht mehr so intensiv.

Wiener Stadthonig ist gerade im Frühlingshonig, vor der Linde, Vielfalt pur. Der Nektar kommt von Kleingärten und Parks, von Friedhöfen, von Balkonen und Dächern. Die Bienen sammeln das, was sie in ihrer Umgebung finden. Zwar erstreckt sich ihr Flugradius auf rund drei Kilometer – wenn sehr, sehr wenig blüht auch mal ein bisschen weiter – doch Bienen legen großen Wert auf Effizienz. Finden sie eine gute Nektarquelle, die nahe liegt und viel Nektar für viele Bienen bietet, dann nutzen sie diese und fliegen in einer möglichst großen Anzahl dorthin. Dazu kommen die vielen Stadtbäume, die Nektar spenden. In Wien ist der typischste Stadtbaum, den es in Massen gibt und der reichlich Nektar spendet, die Linde.

So idylisch der Garten ist, so ertragreich der Standort – Stadtimkern ist auch hier doch oft anstrengend. Parken ist in Wien ein Alptraum, Transport von Material/Werkzeug von und zu den Bienen sehr mühsam. Nicht nur, dass das Parken oft kostenpflichtig/verboten ist, es findet sich meist auch kein Parkplatz in unmittelbarer Nähe. Also wenn der Imker erschöpft vom Tragen und Arbeiten in der Wiese ruht, bekommt er in der Zeit einen teuren Strafzettel  🙂

Die Standortwahl ist somit gerade in der Stadt entscheidend. Das Wiener Bienenzuchtgesetz ist einzuhalten (“Von den Flugöffnungen jedes einzelnen Bienenstockes bis zu den der Flugfront gegenüberliegenden Grundgrenzen ist ein Abstand von zumindest sieben Metern erforderlich (§ 3 Abs. 1)”). Schon das ist nicht immer leicht. ‘Die Standortregeln‘ (Richtung, Mittagssonne vermeiden, Windgeschützt,…) – zwingen gerade in der Stadt oft zu Kompromissen oder Kreativität.

Imkern ist immer anders – Stadt und Land sind sehr unterschiedlich. Hobby und Erwerbsimker grundverschieden. Jedes Jahr ist anders, gerade das heurige. Der heurige Honig durch Trockenheit, Dürre in Wien im Ertrag eher durchschnittlich, in der Qualität dafür sehr gut. Besser so als andersrum  🙂 Viel macht da auch der Standort aus – das hier ist einer, wo ich gerne bin und durchaus mehr Zeit verbringe als es imkerlich nötig ist…

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Nein, die Bienengaertnerin ist jetzt nicht so weit umgezogen  🙂 Es hat sich zwar heuer sehr viel verändert, aber bis nach Westafrika wird es wohl eher nicht gehen. Obwohl doch der eigene Honig sehr gut und reichlich da ist, kauf ich auch gerne Honig. Sorten die ich mag und selber nicht habe, Länder/Sorten die einfach neugierig machen. Zuletzt zum Beispiel Wildlavendelhonig aus Portugal und Kirschblütenhonig auf einem Markt in Hamburg. ‘Wie schmeckt die Welt‘ – Honig ist da eine der Alternativen, um im Urlaub bei lokalen Imkern etwas über die Gegend zu erfahren.

 

Ein lieber Bekannter hat gerade ein Schmuckstück mitgebracht. Honig aus Burkina Faso. Mit Österreichischem Honig nicht zu vergleichen – so fremd wie das Land dort. Faszinierend anders. ‘Malzig’ ist der erste geschmackliche Eindruck und dann doch auch sehr süß. Ungewohnt gegenüber dem eigenen Honig, reizvoll wie unterschiedlich doch so ein Naturprodukt ist.

Schon der ‘heimatliche Honig‘ ist sehr variantenreich. Die Honigfarbe geht von Weiß bis Schwarz durch alle Farben der Palette. Blüte, Raps, Akazie, Kastanie, Wald,… der Honig unserer Gegend zeigt uns den Geschmack unserer Heimat. Nichts schmeckt besser als der heimischer Honig.

Kostproben aus dem Urlaub, von dortigen lokalen Imkern geben eine gute Möglichkeit die eigene, bekannte Welt mit der dortigen Region zu vergleichen. Wie schmeckt Afrika, Asien, ja Nordeuropa ist schon ‘fremd’. Wenn es sich ergibt im Urlaub vom lokalen Imker etwas zu kaufen, ist das eine spannende Gelegenheit:  Rosmarinhonig aus Spanien (Leicht und würzig, aber nie dominierend und geschmacksbildend, der Kräuterduft macht Rosmarinhonig zu einem ganz besonderen Sortenhonig), Orangenblütenhonig aus Griechenland (Besitzt einen sehr lieblichen, feinen Geschmack und ist dazu noch frisch und aromatisch –  zeichnet sich durch einen leichten frischen Orangenduft aus), Korianderhonig aus Bulgarien (hat ein mildes, abgerundetes Aroma, mit leichter Anis-Note), Zitronenblütenhonig aus Sizilien (hell, mit einem intensiven blumigen Aroma und einem süßen Geschmack, jedoch mit einer sehr ausgeprägten sauren Komponente).

Bienenzucht in Kenia‘ – ‘Honigernte der Baka‘ – ‘Honigjäger in der Steilwand‘. Nicht nur der Geschmack ist anders… Schon in den Imkerausbildungen bekommt man ein Gefühl, dass aktuelles modernes, mitteleuropäisches Imkern doch schätzenswert ist. Wenn man selber mal wieder wegen seinen doch kleinen Problemen leidet, macht es das wieder bewusst mit welchen einfachen Mitteln woanders viel schwerer gearbeitet wird. Die Ausrüstung, das Material, das Umfeld und auch die ‘vitalen Bienen’ – da gehts uns doch wohl recht gut. Gerade ‘die afrikanische Biene‘ – da sie bisher nicht auf „zahm“ gezüchtet wurde, ist die afrikanische Biene recht aggressiv, verteidigt ihre Behausung ausdauernd und mit großer Vehemenz. Kein Vergleich zur auf Sanftmut gezüchteten Carnica in Wien.

Die Konsistenz des Afrikanischen Honigs scheint etwas dickflüssiger zu sein. Wäre ja nachvollziehbar, dass der Wassergehalt in Afrika niedriger als bei uns ist 🙂 Es fehlt mit dem einen Honig natürlich etwas der Vergleich, doch dieser hier ist schon deutlich fester als der eigene Honig.

Die schwarze Farbe verbindet man ja gerne mit Afrika, ist wohl auch oft die Farbe afrikanischen Honigs, aber der Elephant-Friendly Honey zeigt sich dann doch gewohnt goldgelb.

Ein spannendes Erlebnis, den doch exotischen Honig zu probieren und sich damit zu beschäftigen. Ungewohnt fremd und hat dazu geführt sich hier damit auseinanderzusetzen. Herzlichem Dank dem Spender und ich werd mich für den Honig noch revanchieren 🙂

Wenn der Honig zur Zollfalle wird‘ – so spannend es mit Urlaubshonig vom dort lokalem Imker ist – bei Lebensmitteln gibt es zurecht doch viele Regeln, die beachtet werden wollen. Um Lebensmittel aus anderen Ländern einzuführen ist vorher zu prüfen welche Regeln es dafür gibt. Honig ist da zwar grundsätzlich bedenkenlos doch meist in der Menge beschränkt. Je nach Land gehen da wohl 1-2 Kilo im Koffer durch, aber sicherheitshalber vorher informieren. Im Handgepäck wohl eher nicht, da wird Honig als Flüssigkeit definiert und somit limitiert.

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Honigeis

Die Sonne brutzelt, wir erleben eine Hitzewelle, wir schwitzen und brauchen eine Abkühlung. Die perfekte Erfrischung bei über 30 Grad: ein Honigeis! Kaum etwas kühlt köstlicher ab als Eis – am besten selbst gemacht und am besten mit Honig gesüßt.

Für 4 Personen:

  • 250 ml Schlagobers
  • 250 ml Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Eidotter
  • 50 g Kristallzucker
  • 110 g Honig

Garnitur: Honig, Honigwabe, Krokant

Schlagobers und Milch ein einem Topf erwärmen, aber nicht kochen. Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark und die Schote in die Schlagobers-Milchmischung geben und ziehen lassen. Die Vanilleschote vor dem Weiterverarbeiten entfernen.

Die Dotter mit dem Zucker über Wasserdampf mit dem Schneebesen cremig schlagen. Etwas Schlagobers-Milchmischung dazugeben und vermengen. Dann die Eimischung in die restliche Schlagobers-Milchischung einrühren. Abkühlen lassen – wenn die Flüssigkeit lauwarm ist, den Honig einrühren. Nun im Kühlschrank 1 Stunde abkühlen. Wer jetzt eine Eismaschine besitzt, ist eindeutig im Vorteil: ab in die Maschine, die erledigt den Rest. Wer so etwas nicht besitzt, der gießt die Flüssigkeit über ein Sieb in einen Tiefkühlbehälter, stellt den in den Tiefkühler und darf dann alle 30 Minuten umrühren, damit das Eis cremig und nicht wässrig wird. Es dauert ziemlich lange, bis die Flüssigkeit zumindest cremig wird, am besten man beginnt mit dem Eis-bereiten in der Früh.

Das fertige Eis mit einem Stück Wabenhonig und Haselnusskrokant garniert und etwas Honig darübergeträufelt. Ohne Eismaschine ein bisschen lästig herzustellen, aber dafür sehr individuell.


Schwarzwaldbecher

Als zweites erfrischendes Dessert gibt es aus dem Buch “Honig” von Renate Frank den Schwarzwaldbecher – ein wenig abgeändert. Frau Frank verwendet eingelegte Sauerkirschen aus dem Glas – hier werden frische Weichseln zubereitet.

 Für 2 Personen:

  • 250 g Joghurt
  • 40 g Honig
  • 250 g Weichseln
  • 20 g Kristallzucker
  • 1 TL Stärkemehl
  • 40 g dunkle Schokolade

Das Joghurt mit dem Honig vermischen. Besser geeignet, weil fester, wäre ein griechisches Joghurt.

Die Weichseln entkernen und mit dem Zucker in einem Topf kurz erhitzen. In ein wenig kaltem Wasser das Stärkemehl auflösen und zu den Weichseln zugeben. Kurz aufkochen, bis die Weichseln im Saft eindicken. Abkühlen lassen.

Die Schokolade zu Spänen raspeln.

Johgurt mit Honig vermischen.

In zwei Gläsern abwechselnd Joghurt, Weichseln und Schokospäne einschichten. Beginnend mit Joghurt, aufhören mit Schoko. Damit sich die Schichten nicht vermischen, die Zutaten immer am Glasrand beginnend einfüllen (gibt man die Weichseln in die Mitte vom Joghurt, dann sinken sie leicht ein). Obenauf mit ein paar Weichseln garnieren und das Dessert kühl stellen.

Ein einfaches Dessert, das gut aussieht und köstlich schmeckt – probiert es aus!

“Bienenweide” -> Tracht sind Blütenpflanzen, die Bienen zu ihrer Ernährung aufsuchen. Die Bedeutung der einzelnen Pflanzenarten für die Ernährung der Bienen ist unterschiedlich. Mit den eigenen Bienen sieht man auch den Garten und die Umgebung mit anderen Augen.

Es war schon länger geplant, hierfür die Seite zu erweitern – seit den letzten Tagen ist nun der neue Bereich der Bienengaertnerin freigeschaltet und hat den ersten Probebetrieb gut überstanden. Es war wirklich viel Arbeit – technische Vorraussetzungen, Gestaltung der Benutzerführung, Bilder und Fachtexte. Ganz so schlecht ist es nun nicht geworden 🙂

Einstiegsseite: Bienenpflanzen für Balkon und Garten (öffnet in neuem TAB)

 

Bienenpflanzen für Balkon und Garten‘ bietet in einer Tabelle, die durchsuchbar ist, den Überblick über die erarbeiteten Trachtpflanzen. Es kann nach allen Spalten sortiert werden, ein Klick auf das Bild stellt es größer dar. Ein Klick auf den Namen der Pflanze öffnet die Detailseite als neuer Tab. Der Bereich wird nun stetig wachsen, doch wird das bei 1-2 je Monat, 5-8 je Jahr ein überschaubares Wachstum sein. Auch wenn nun die technische Infrastruktur da ist, ist das Erstellen der Detailseite auch zeitintensive Arbeit. Gerade die Bilder sind immer eigene, um keine Urheberrechte anderer zu verletzten. Die Detailseite enthält meist auch eigene Erfahrungen und Beobachtungen und auch das will in Ruhe und mit Sorgfalt gemacht sein.

 

Die Detailseite ist nur über die Tabelle eingebunden. Mit der Suchfunktion der Webseite (Suche nach ‘Bienenweide’ oder z.B. ‘Akelei’) kann natürlich auch jede Seite erreicht werden. Mit Bild und Beschreibung gibt es einen ersten Überblick über die Pflanze, auch werden Fachbegriffe da verlinkt wo es passend ist. Alles weitere ist wieder in einer Tabelle dokumentiert: Standort, Größe, Blütenfarbe, Bienenwert, Pflege, Hinweis
Ein wichtiger Teil dieses neuen Bereichs sind Fotos der Bienenpflanzen – immer mehrere Fotos runden die Darstellung der Pflanze ab. Ein Klick in ein Foto öffnet dieses und damit eine Galleriedarstellung, in der zwischen allen Bildern geblättert werden kann.

Detailseite zur Akelei

Die Seite „Gartenplanung – Ein Festmahl für die Bienen bereiten“ ist bisher die meist besuchte der Bienengaertnerin. Der Wunsch, im eigenen Garten oder am Balkon bei der Bepflanzung zu berücksichtigen, dass die Pflanzen für Bienen und Wildbienen geeignet ist, scheint sehr verbreitet zu sein. Die Suchanfragen auf der Seite beziehen sich auch fast ausschließlich auf ‘Bienenweiden’ und manchmal kommen auch direkte Anfragen, was an bestimmen Standorten geeignet wäre. Nun werden praktische, eigene Erfahrungen in diesen Seiten aufbereitet und weitergegeben. Es hat viele Monate gedauert, diesen Bereich zu gestalten und aufzubauen – er wird noch wachsen und ein sehr wichtiger Teil dieser Seite werden.

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Ab wann sind Bienen denn Bio-Bienen und hat die Bienengaertnerin auch Bio-Bienen…   🙂  Nun ja, es geht ihnen sehr gut, aber zum zertifizierten Bienenadel gehören sie noch nicht   🙂 Kann aber noch kommen und war gerade am Anfang dieses Jahres ein ernstes Thema. Dieses Jahr wird es nun nicht mehr passieren, aber es wird alles vorbereitet um bei einer nächsten Veränderung ‘Bio’ dann auch einzuschließen. Das ist einerseits eine Frage von persönlichen Grundsätzen, zwingt aber andererseits auch ‘EU-Vorschriften’ auf, die auch nicht alle so ‘Praxisnahe’ und glücklich sind. Zusätzlich kommen auch nicht zu unterschätzende Kosten und ‘Verwaltungsaufwand’ hinzu.

Die Bezeichnungen „Öko“ und „Bio“ sind von der Europäischen Union per Verordnung geschützt und dürfen nur von zertifizierten Lebensmittel-Erzeugungsbetrieben verwendet werden. ‘Bio’ bedeutet die Einhaltung von Vorschriften, die von der EU festgelegt und von einem Bio-Verband in ihren Richtlinien auch noch verschärft wurden. Ein Kontrollvertrag mit einer Kontrollfirma legt dies alles offen und sorgt dafür, das dieses Regelwerk auch eingehalten wurde. Aber nicht nur diese “Bio-Zertifizierung” soll das oberste Ziel sein – die persönliche Überzeugung und Pflege dieses Lebensstils gehört dazu. Auch ist es ein Zeichen nach außen, ein Signal sich gewissen Einschränkungen zu unterwerfen und die eigene Einhaltung eines strengen Regelwerks auch kontrollieren zu lassen.

Sichtbares Ergebnis der Zertifizierung ist dann auf dem Produkt das “Bio-Gütesiegel“. Wer noch höhere Standards einhält (Bio-Verbände wie Bio-Austria, Demeter,…) kann zusätzlich weitere Bio-Labels verwenden. Wird dann irgendwann eng auf der Etikette   🙂

Kontrollfirmen in Österreich:

Nachfolgende Kontrollfirmen sind für ihre Tätigkeit zertifiziert. Man kann sich eine davon aussuchen und mit ihr einen Kontrollvertrag abschließen. Mit dem Abschluss des Kontrollvertrages und ab der Einhaltung der einschlägigen Bio-Richtlinien beginnt die Umstellungzeit. Zu Beginn der Umstellungszeit sollte das Wachs ausgetauscht oder eine Rückstands-Analyse durchgeführt werden, denn eine rückstandsfreie Wachsanalyse ist Voraussetzung für die Anerkennung. Die Probenziehung nach der 12-monatigen Umstellungszeit erfolgt durch den Kontrolleur und ist verpflichtend.

Regelwerke/Bio-Zertifizierungen:

Bienen und Honig werden nicht zertifiziert – sondern der Imker  🙂 Der ‘Betrieb’ und die ‘Betriebsweise’ wird geregelt und geprüft. Material, Arbeitsweise, Abläufe, Dokumentation – Der Umgang mit den Bienen. In Österreich sind es eigentlich drei ‘Regelwerke’, die von den Kontrollfirmen geprüft, vom ‘Bio-Imker’ eingehalten werden. Die Verbände ‘Bio-Austria’ und ‘Demeter’ steigern die Regeln der ‘EU-Bioverordnung’ teilweise sehr stark. Demeter noch weit mehr als Bio-Austria.

Was sind die wesentlichsten Vorgaben für die Bio-Bienenhaltung?

  • Der Aufstellplatz für den Bienenstand
    z.b.: Biologisch bewirtschaftete Flächen sind zu bevorzugen.
            Bei Verdacht einer Belastung den Bienenstand eventuell aufgeben.
  • Die Beschaffenheit der Betriebsmittel
    z.B.: Nur aus natürlichen Materialien, z.B. Holz, Stroh, Lehm
            Außenanstrich ökologisch unbedenklich
  • Die Fütterung
    z.B.: Genügend Honig-Pollenvorräte belassen
            Ausschließlich biologische Futtermittel
  • Vorgaben für die Lagerung der Bienenprodukte
    z.B.: Lagergefäße aus Edelstahl (Bio-Austria)
  • Die Gesundheitsvorkehrung
    z.B.: Wärmebehandlung, Organische Säuren (Ameisensäure, Oxalsäure,…)
  • Die Abgrenzung in der Vermarktung der Produkte
  • Mindestens eine jährliche Kontrolle der Vorgaben für die Zertifizierung

Wachs als zentraler Aspekt ist natürlich richtig. Sowohl Honig und Pollen, als auch Bienenbrut kommen intensiv damit in Kontakt. Es können sich viele Fremdstoffe, die durch die Bienen oder durch die Betriebsweise des Imkers eingebracht werden festsetzen. Sind erstmal Substanzen im Wachs, bleiben sie auch dort. Will man seine Bienen und Produkte vor solchen Substanzen schützen, ist es wichtig, auf eine maximale Bauerneuerung zu achten. Die Bienengaertnerin hat die ersten 2 Jahre den Wachsbestand durch rückstandsfreies Wachs aufgebaut und seit 2 Jahren einen eigenen Wachskreislauf, es muß nie wieder Wachs gekauft werden. Da viel Wert auf Wachs gelegt wird, gibt es viel Naturbau und ca. 20 % frisches Wachs jedes Jahr zum eigenen Wachsbestand dazu.

Beispiele zum Vergleich der Richtlinien zwischen EU-Bio-Verordnung('Kodex'), BIO AUSTRIA und Demeter.
VorschriftKodexBio-AustriaDemeter
...
Material: Nur natüriche Materialien (z.B. Holz, Stroh, Leim)JaJaJa
Beuten Außenanstrich Ökologisch unbedenklich---JaJa
Ausschließlich biologische FuttermittelJaJaJa
KunstschwarmbildungJaJaNein
Vermehrung nur über natürlichem Schwarmtrieb------Ja
Abfüllung in Edelstahl (Demeter Edelstahl/Glas)---JaJa
Naturwabenbau---10 % im Brutraum100 % im Brutraum
...

Klingt kompliziert! Ist es auch  🙂 Die Bienengaertnerin hat sich nun schon länger damit beschäftigt und was zum ‘Bio’ fehlt ist eigentlich nur die Unterschrift unter den Kontrollvertrag und die Umstellung von ‘Zucker’ auf ‘Bio-Zucker’. Außer dem Bio-Zucker werden alle Anforderungen des ‘Kodex-Regelwerks’ erfüllt, sogar die strengere Bio-Austria-Richtlinie. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ‘lohnt sich Bio noch nicht’ – bei der aktuellen Völkeranzahl die hier betreut werden. Die Zusatzkosten für Zertifizierung und Einhaltung des Regelwerkes braucht eine gewisse ‘Betriebsgröße’. Ab 30, besser mehr, 50 Völker. Eine Bio-Vermarktung mit erhöhten Preisen muss wirtschaftlich die Zusatzkosten decken. Das ist wohl auch der Grund, warum nur 2-4% der Imker eine Bio-Zertifizierung haben. Da in Östereich ca. 99 % aller Imker nur Hobbyimker sind, ist eine Bio-Zertifizierung wirtschaftlich in diesen Größen nicht interessant – bei einigen ggf eine Glaubensfrage, dass das Bio-Siegel die Pflege des eigenen Lebensstils dokumentiert. Heuer gibt es viele Umstellungen bei der Bienengaertnerin, jede davon berücksichtigt auch die Bio-Zertifizierung. Der eigene Wachskreislauf wird verstärkt, es wird weiter in Edelstahlgefäße investiert, Materialien und Betriebsweise/Dokumentation wird angepasst. Die Bio-Zertifizierung kommt aus wirtschaftlichen Gründen erst dann, wenn eine Vergrößerung, Umstellung auf einen landwirtschaftlichen Betrieb passiert.

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Die Linde ist einer der schönsten und größten Laubbäume unserer Heimat. Kulturgeschichtlich wohl der bedeutendste Baum im deutschsprachigen Raum. Linden können zu gewaltiger Größe wachsen, mit breiter, hochgewölbter Krone und bis zu 1000 Jahre alt werden. Die Linden waren und sind Bestandteil unserer mitteleuropäischen Kultur mit jahrhundertelanger Tradition. In früheren Zeiten verkörperte die mächtige Dorflinde die Mitte des gesellschaftlichen Lebens. Unter ihrem Schutz fanden die großen Dorffeste, die Hochzeiten, die Jahrmärkte und Gerichtsverhandlungen statt. Die Linde ist aber auch immer der Baum der Liebenden gewesen. Viele Kunst– und Volkslieder haben die Linde zum Thema. Kaum eine zweite Baumart hat in früherer Zeit dem Menschen näher gestanden als die Linde.

Beliebt sind Linden als Park- und Alleebäume sowie als mächtige Einzelbäume auf Dorfplätzen. Es gibt weltweit ca. 20 – 45 verschiedene Lindenbaum Arten. Bei uns beheimatet sind die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und Winterlinde (Tilia cordata), sowie die Silberlinde (Tilia tomentosa). Winterlinden werden bis 30 m, Sommerlinden bis 40 m hoch. Es gibt noch einige lokale Hybridformen, eine davon ist die Holländische Linde (Tilia x vulga). Sie ist eine Kreuzung zwischen der Sommer- und der Winterlinde.

Sie sind mit einem Anteil von ca. 30 %, ähnlich wie Ahornarten, die am häufigsten gepflanzten Straßenbaumarten. Die Linde ist ein robuster Laubbaum, der bei optimalen Standortbedingungen kaum von Erkrankungen oder Schädlingen befallen wird.

Nach der Blütezeit geordnet – die gesamte Trachtzeit der Linde teilt sich in die verschiedenen Blühphasen der einzelnen Lindenarten auf:

  • Sommerlinde (Tilla platyphyllos), Blüte: Mitte bis Ende Juni
  • Winterlinde (Tilla cordata), Blüte: Ende Juni bis Mitte Juli
  • Krimlinde (Tilla euchlora, Hybridform), Blüte: Mitte bis Ende Juli
  • Silberlinde (Tilla tomentosa), Blüte: Juli bis August.

Damit die Linden viel Nektar haben, ist ein schwül-feuchtes Wetter mit wenig Wind ideal. Sie mögen es warm, aber nicht zu trocken. Ideales Linden-Honig-Wetter ist eine schwülwarme Witterung mit nächtlichem Regen 🙂 Der Wasserbedarf ist recht groß. Bei länger anhaltender Trockenheit, Wind und Sonne wird es nicht viel an Nektar für die Bienen zu holen geben.

Bei optimalen Wetterbedingungen sind sie hervorragende Trachtpflanzen. Der würzige Duft der Blüten lockt zahlreiche Insekten an und bietet vor allem Bienen eine ausgezeichnete Weide. Die zahlreichen Blüten liefern reichlich Nektar und etwas Pollen. Ein einzelner Baum kann bis zu 60.000 Blüten tragen. Vor allem in den Großstädten sind sie als Straßen- und Parkbäume zahlreich zu finden.

Quelle: www.bienenweidenkatalog-bw.de:

 

Sie gelten auf Grund des Zuckergehaltes ihres Nektars als sehr gute Trachtpflanzen für Honigbienen und viele weitere Arten. Neben Nektar und etwas Pollen sammeln die Bienen an Linden auch Honigtau. Pollen wird von den Bienen auf den Lindenblüten aber eher wenig gesammelt und ist im Honig immer stark unterrepräsentiert. Dies bedeutet, dass der Nektaranteil der Linde höher ist als aufgrund der Prozentwerte des Pollenanteils angenommen wird.

Die Linde ist einer unserer besten “Bienen-Bäume”. Der intensive Duft der Lindenblüten und das Summen der Bienen sind immer wieder ein großartiges Naturerlebnis.  Es gibt eine Vielzahl von Gründen, den Linden in der Landschaft wieder vermehrt einen Platz zu geben. Nicht nur als markanter Baum bei Wegkreuzen und Kapellen, sondern auch als Schattenspender und als Ort zum Verweilen.

Honig von den Linden

Es gibt zwei Honige von der Trachtpflanze Linde.

Es gibt den reinen Blütenhonig, den die Bienen aus dem Nektar der Lindenblüten bereiten, der Lindenblütenhonig. Reiner Lindennektarhonig ist weiß. Typisch für Honig von der Linde ist der kräftige Geruch, der an Minze oder Basilikum erinnert. Dies liegt am hohen Anteil ätherischer Öle (u. a. Menthol).  Wegen der Dominanz des Aromas der Lindenblüte erscheint auch Mischhonig von Lindenhonig mit aromaschwachen Honigen als Lindenhonig. In der üblichen Sprachpraxis wird es sich um einen Lindenblütenhonig handeln, wenn von einem Lindenhonig gesprochen wird.

Der Lindenhonig ist eine Mischung der Trachten, der aus Nektar und dem von der Linde gesammelten Honigtau entsteht. Lindenhonig ist eine sehr süße Honigsorte mit einem fruchtigen Geschmack. Die Farbe ist grünlich-weiß bis gelblich oder dunkelbraun je nach dem Verhältnis der Nektar- und Honigtauanteile.

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Es gilt als das stärkste natürliche Antibiotikum. Die Propolis,  natürliches ‘Desinfektionsmittel’ der Bienen. Es ist ein Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stoffen und hat antibiotische, antivirale und antimykotische Wirkung, welches Viren, Pilze und Bakterien aus dem Stock fernhält. Ältere Sammelbienen nagen klebrige  Harze von Knospen, Blättern und Zweigen verschiedener Bäume, vornehmlich Pappeln, ab und bringen diese zusammen mit den Blütenpollen in den Bienenstock. Es sind in der Regel immer nur relativ wenige Bienen eines Volkes, die dieser kraftraubenden Tätigkeit nachgehen. Pro Flug sammelt eine Biene etwa 10 mg Propolis. Man schätzt, dass in Europa ein Bienenvolk 50 – 150 g Propolis im Jahr sammelt. Stockbienen nagen dann die Harze von den Hinterbeinen ab und fügen dabei Drüsensekrete und Wachs hinzu. Diese fertige Propolis wird dann an verschiedenen Stellen des Bienenstockes zum Schutz vor Kälte, Nässe und Zugluft, aber auch zur Verhinderung des Eindringens von Schädlingen und zur Verteidigung vor Mikroorganismen eingebaut. 

Inhaltsstoffe: Propolis besteht aus Harz und Balsamstoffe (hauptsächlich Flavonoide), Wachse, ätherischen Ölen, Pollen, Mineralstoffe, Spurenelemente, organische Säuren und Aromastoffen. Die Flavonoide sind für die immunstärkenden Eigenschaften der Propolis verantwortlich, sie dienen als natürliches Antibiotikum gegen Bakterien, Viren und Pilze.

Herkunft: Propolis wird von den Bienen zunächst aus den harzigen Bestandteilen von Wunden und Knospen verschiedener Bäume (vor allem von Birken, Buchen, Erlen, Fichten, Pappeln, Rosskastanien und Ulmen) gesammelt. Aus der unterschiedlichen Herkunft erklären sich auch die Unterschiede in der Farbe des Kittharzes. Das Propolis der Erle ist gelb, der Rosskastanie rot, der Schwarzpappel braun und das der Birke schwarz.

Wirkung: Die Propolis-Wirkung ist die von einem Breitbandantibiotikum.

  • Antibiotische Wirkung: Hemmt das Wachstum von Bakterien, Vieren und Pilzen, tötet sie ab
  • Antibakterielle Wirkung: Streptokokken, Salmonellen
  • Betäubende Wirkung (lokalanästhesierende Wirkung)
  • Entzündungshemmend, desinfizierende Wirkung u. wundheilend
  • Durchblutungsfördernd
  • Neutralisierende Eigenschaften gegenüber Herbiziden, Hormonen, Antibiotika u. Konservierungsgiften
  • Stärkung des Immunsystems
  • Konservierungsmittel
  • Keine Resistenzbildung gegen Propolis durch die Sortenvielfalt

Gewinnung:;

  • Bei Reinigungsarbeiten. Abkratzen von Zargen, Rähmchen, Deckeln,…
    Hat den großen Nachteil, das die Sauberkeit, Reinheit nicht gewährleistet ist.
    Wird bei der Bienengaertnerin deshalb auch nicht gemacht.
  • ‘Planmäßige Propolisgewinnung’ (Sackleinen, Leikart-Rahmen, Propolisgitter, Propolisgewebe,…)
    Einlage, die für einen bestimmten Zeitraum gezielt eingebracht wird.
    Sehr kleine, feinmaschige Zwischenräume in den Einlagen (1 bis max. 4 mm)

Die Gitter werden nach der ‘Ernte’ eingefroren. Bei diesen tiefen Temperaturen ist Propolis dann sehr spröde und springt beim leichten Biegen oder Rollen des Kunststoffgitters von diesem ab.

Produkt des Jahres bei der Bienengaertnerin:

Die letzten 2 Jahre war es leider sehr wenig – einfach da die Propolisgitter üblicherweise ab der Sommersonnenwende oder nach der Honigernte eingelegt werden. Vorher ist es oft mehr Wachs als Propolis. Die Bienen sammeln Propolis zwar während der ganzen Saison, bei starker Tracht wird der Propoliseintrag aber fast ganz vernachlässigt. Da für das Behandeln und Auffüttern zur Einwinterung die Gitter herausgenommen werden blieb damit einfach zuwenig Zeit. Heuer wird einiges umgestellt und viel Wert auf die Gewinnung von Propolis gelegt. Es wird nichts von den Bruträhmchen abgeschabt, es wird relativ früh (Anfang Juni) überall ein Gitter eingelegt und geprüft ob der Wachsanteil nicht zu hoch ist. Es wird das Gitter häufig gewechselt um neues, weiteres Propolis zu gewinnen.

Zu beachten: Natürlich darf bei aller Euphorie für die Naturheilkunde nicht vergessen werden, dass es Krankheiten gibt, die den Einsatz konventioneller Therapien erfordern. Nicht jede Krankheit lässt sich mit natürlichen Mitteln bekämpfen. Jede Erkrankung erfordert ein sorgfältiges Abwägen der angezeigten Therapien, unter Einbeziehung fachlicher, ärztlicher Hilfe. Doch läßt sich leicht etwas vorbeugen und nicht immer muß gleich zu Medikamenten gegriffen werden. Eine normale Erkältung, ein Lippenherpes oder eine kleine Wunde können gut mit den Wirkstoffen aus der Natur versorgt werden – etwa mit Propolis.
Weltweit wird geschätzt, das ca. 3-5 Prozent der Menschen unter einer Allergie gegen Propolis leiden, besonders Menschen mit anderen Allergien sind von der Propolis Allergie betroffen. Die Propolis Allergie ist eine Kontaktallergie. Wer hier Beschwerden bei sich nach dem Kontakt mit propolishaltigen Mitteln feststellt, sollte einen Allergologen oder seinen Hausarzt aufsuchen, um einen Allergiestet durchführen zu lassen. Bei mir ist das zum Beispiel der Fall, ich habe Reaktionen auf den Stich von Bienen und der Verwendung von Propolis gespürt, mich austesten lassen und beides trifft bei mir leider zu. Es bedeutet für mich nur, damit bewusster umzugehen. Gestern habe ich beim Arbeiten am Bienenstock 3 Stiche bekommen, vor ein paar Tagen 5 – mit dem ‘Bite away’ wird das für mich recht gut entschärft und Propoliscreme und Spray verwende ich weiterhin – nur in kleineren Mengen und bewusst. Die Menge macht das Gift…

Weitere Links zum Thema:

Die Tage war ich sehr froh, das es nur 20 Völker und keine 200 sind – die Stockkarten für das aktuelle Jahr haben mir 2 Abende und 1 Flasche Wein gekostet. Bei 200 Völkern hätte ich das zeitlich und mit dem Wein nicht durchgestanden  🙂 Die Dokumentation wird in der Ausbildung empfohlen – es dauert für den Imkereinsteiger aber immer etwas, bis man das auch selber zu schätzen weiß und auch führt. Letztes Jahr bin ich ehrlich schon besser geworden – heuer soll hier auch sorgfältiger und ein bisschen professioneller damit umgegangen werden. Moderne Imker machen das mit einer APP für das Smartphone. Aber bis ich modern werde, wird es schon noch etwas dauern   🙂

Warum es immer noch Papier bleiben wird hat einfach praktische Gründe. Am Bienenstand sind die Hände immer voll Honig/Wachs/Propolis und damit ein Smartphone zu bedienen macht nunmal keinen Spaß… Auch ist es auf der Wiese mit dem direkten Licht auf das Display nicht so leicht die richtige Stelle zu sehen, die dann mit den verklebten Fingern getroffen werden muß. Ein verklebter Bleistift/Kugelschreiber lässt sich zur Not noch bedienen  🙂

Es gibt nicht die ‘richtige Stockkarte’ – nach längerem Suchen und vergleichen fiel die Wahl auf die Variante der ACA. Auch da eigene Königinnen schon früh ein Thema waren und es dann auch kein Fehler ist, sich am größten Züchterverband Österreichs zu orientieren.

Die Stockkarten aus 2016 und 2017 sind gescannt und archiviert – die Stockkarten 2018 angelegt. Natürlich gibt es zahllose Dokumentationen, teilweise Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht – hier ist ein Land der Beamten… Das Übertragen der Stockkarten auf das neue Jahr wird gleich mit der Vorbereitung der heurigen Königinnenzucht verbunden. Wie alt sind die Königinnen, die aus dem Winter kommen? Wie stark, sanftmütig ertragreich war das Volk im letzten, vorletzten Jahr? Wo besteht durch das Alter der Königin erhöhte Schwarmgefahr?

Hier die aktuell älteste Königin der Bienengaertnerin:
Ab einem Preis von 40 Euro für 1 Königin darf man schon eine bunte Zuchtkarte erwarten   🙂
Bei Königinnen die über 100 oder über 1000 Kosten darf man auch einen Pedigree – einen Stammbaum erwarten…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gekaufte Reinzuchtkönigin aus Warth. In 2015 wurde sie einem Brutableger zugesetzt, hat in 2016 stark ausgewintert und ein extrem bienenstarkes Volk geführt. Der Honigertrag war weit überdurchschnittlich, das Volk angenehm sanftmütig. Die ersten eigenen Zuchtserien in 2016 waren von ihren Eiern, ihre Töchter, da sie mit Abstand das beste Volk in 2016 war. Letzes Jahr war ihr Volk aber schon weit schwächer, im Mittelfeld aller Völker. Und nun? Kommt sie auf die Beobachtungsliste – es ist wohl aufgrund der nachlassenden Volksstärke und ihres Alters sehr hohe Schwarmgefahr. Sie wird nun April/Mai besonders beobacht – bekommt mehr Schwarmkontrollen als die anderen. Wird aufgrund ihres Alters nicht in den nächsten Winter gehen.

Und das weiß ich nur durch die Stockkarten, durch Dokumentation. 
Aktuell kommen 18 von 21 Völker aus dem Winter mit folgender Verteilung:

  • 1 Königin aus 2015
  • 8 Königinnen aus 2016
  • 9 Königinnen aus 2017

Von den 8 Königinnen aus 2016 sind 4 aus Eigenzucht, von den 9 Königinnen aus 2017 alle. Zugekaufte Königinnen wird es im kleinen Rahmen weiter geben. Um Blut/Gen Auffrischung zu haben und auch um Vergleichswerte selbst erleben zu können. Somit werden heuer 15 Königinnen gebraucht – eher 20 – um für das nächste Jahr mindestend 15 Jungvölker mit 2018-Königin aus dem Winter zu bringen. Also 30 Königinnen heranziehen und auf die Belegstelle aufführen um Ausfälle vorab einzuarbeiten und gesichert 15 starke Jungvölker in den Herbst heranwachsen zu lassen. Königinnenzucht wird dieses Jahr ein wichtiger Teil der Imkerei werden. Es steht nun fest von welchen Völkern nachgezogen wird. Von den 18 ausgewinterten Völkern werden die 3 besten nicht Teil der klassischen Imkerei sein, sondern sollen die Basis der nächsten Jahre zur Verfügung stellen. Die besten Völker sollen keinen Honig liefern, sondern Völker der nächsten Generationen.

Somit ergibt sich aus den Dokumentationen der letzten Jahre, welche Völker in der bald beginnenden Schwarmzeit genauer und öfter als andere kontrolliert werden. Von welchen Königinnen nachgezogen wird und die die Mütter der nächsten Generationen werden. Welche Königinnen nicht in den nächsten Winter gehen werden. Die Stockkarte wird also dieses Jahr wieder wichtig werden, um Entscheidungsgrundlagen für die nächsten Generationen von Bienenvölkern treffen zu können. Auch wenn der Papierkram doch nicht immer so gerne gemacht wird. Sobald eine Imkerei über den Hobbybereich herauswächst und nicht nur 3-5 Völker im eigenen Garten betreut, wird Dokumentation ein sehr wichtiger Bestandtteil. Also wird es ab und zu ein paar Abende mit Rotwein und Papieren geben…    🙂