Im Höllental

Das Höllental – nicht so schlimm wie es sich anhört – eine Naturschönheit. Das Höllental ist ein schmales Tal von etwa 15 Kilometer Länge, das die Raxalpe und den Schneeberg trennt. Ein wunderschönes, wildromantisches Flusstal. Die glasklare, türkis-grüne Schwarza schlängelt sich wildromantisch durch ein Tal aus Kalkfelsen. Wandern im Höllental ist ein besonderes Erlebnis. Türkisblaues Wasser, kleine Buchten, weiße Schotterbänke und steile Felswände. Ein Highlight ist der 1. Wiener Wasserleitungsweg. Für Interessierte bietet sich noch ein Ausflug in das Wasserleitungsmuseum in Kaiserbrunn am Ende des Wasserleitungsweges oder eine Fahrt mit der historischen Höllentalbahn in Payerbach an.

Belegstelle Höllental

Belegstellen dienen der kontrollierten Anpaarung jungfräulicher Königinnen. Die Paarung der Honigbienen findet im Flug statt. Um dennoch eine gezielte Anpaarung von nachgezogenen Königinnen und ausgewählten Vatertieren zu ermöglichen, werden Zuchtköniginnen zur Paarungszeit auf Belegstellen gebracht.  Im Umkreis der Belegstellen wird durch das Belegstellenteam versucht, nur Drohnen der gewünschten Zuchtrichtung zu haben. Um ein möglichst hohes züchterisches Niveau bei der Reinzucht von Bienenköniginnen sicherzustellen, wird um die Belegstelle herum durch Verordnung ein Schutzgebiet festgelegt, in das keine rassen- oder stammfremden Bienenvölker gebracht werden dürfen. 

Belegstelle HöllentalLinienbelegstelle betreut von der Imkerschule Warth

Hier ging nun gerade eine erste Zuchtserie für die Reinzuchtköniginnen der nächsten Saison zur Begattung.
Hier ein paar Impressionen:

Der Eingang zur Belegstelle – Zuchtverband ACA:

 

Die Vatervölker – Drohnengroßmutter: 99-645-841-2018  :

 

Unten zu sehen – Die Vatervölker – Die Begattungskästen verteilen sich über das Tal:

 

Vorne dran – ein Begattungskästchen der Bienengäertnerin   🙂

 

Naturbelassen eingebettet  – Weit über 1.000 Begattungskästen pro Saison stehen hier :

 

5 Begattungskästchen der Bienengärtnerin – Alle erfolgreich begattet:

 

Detailansicht der eigenen Begattungskästen – 14 Tage im Höllental :

 

Schon letztes Jahr wurden viele Völker auf Zuchtköniginnen umgestellt. Heuer wird das fortgeführt. Mindestens 50 % der Völker bekommt junge Königinnen aus hochwertiger Zucht – begattet auf einer sicheren Belegstelle. Neben Ausbildung wird auch auch bei Königinnen nicht gespart. Die Königin ist das Volk, hier zu investieren ist immer gut angelegtes Geld und Zeit.

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Stadtimkern ist ein internationaler Trend

Urban Beekeeping nennt sich der internationale Trend. Generell sind die Lebensbedingungen für die Bienen in der Stadt häufig viel besser als auf dem Land. Die Tiere finden in der Stadt viel länger Nahrung als in vielen ländlichen Regionen, in denen oft Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden Bienen und Insekten das leben wirklich schwer macht. Stadtbienen finden reichhaltig Nahrung. Wo sich einige Kilometer außerhalb vielleicht Maisfelder finden, ist das in der Stadt eine Vielfalt. Während der Blütezeit finden Bienen zahlreiche Pflanzen in Parks, Alleen, Gärten oder in Blumenbeeten und auch Friedhöfen. Stadthonig schmeckt deswegen nie gleich.

Auch die eigene Imkerei hat in der Stadt begonnen – als Hobby mit drei Völkern im eigenen Garten. In den ersten Jahren wuchs die eigene Imkerei in der Stadt auf 4 Standorte und davon ist nun praktisch nur noch einer übrig. Aktuell sind nun schon 70 % der Völker am Land. Praktisch nur noch 1 Standort ist noch in der Stadt. Ja, die Honigmenge und die Honigqualität ist in der Stadt hervorragend – der Lebensmittelpunkt wird sich aber ändern. Keine Anfahrt zum Bienenstand im Stau, keine Parkplatzsuche, keine Strafzettel   🙂  

Stadtflucht – Zurück aufs Land

Hier imkert die Bienengärtnerin heute – zwei Standorte am Land. Entspanntes Imkern direkt auf der Blumenwiese. Pause im Schatten unter dem Apfelbaum  🙂  Es wird wohl im Laufe des Jahres noch ein Standort am Land dazukommen. Worauf doch Wert dabei gelegt wird – weit weg von der Monotonie in der Landschaft. Auf dem Land Bienen zu halten, ist heute schwieriger geworden. Die Standortfrage ist somit sehr wichtig. Dazu gehören natürlich die passende Umgebung für die Bienen – doch auch für den Imker. Die Stadt war der Beginn der eigenen Imkerei, die Zukunft der eigenen Imkerei wird es doch nicht sein.

 

 

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Das Schwärmen von Honigbienen

Im April kommt der Imker ins Schwärmen – leider hier nun schon die Bienen… Je nach Witterung ist ab Mitte April mit den ersten Schwärmen zu rechnen. Die möglichen Ursachen für Schwarmlust sind mannigfaltig und meist kaum zu beeinflussen – wie die erbliche Veranlagung. Ab April blühen Massentrachten wie Kirsche, Apfel, Weissdorn oder Löwenzahn. Natürlich sind die Trachtsituation und das Wetter wichtige Schwarmfaktoren. Bei anhaltender guter Tracht sind Schwärme selten, wird die Tracht immer wieder durch schlechtes Wetter unterbrochen, steigt die Schwarmneigung.

Nach den letzen beiden doch ungewöhnlichen Imkerjahren scheint das so zu bleiben…

Den Schwarm vorwegnehmen

Heute gab es überraschend den ersten Einsatz…  Kein eigenes Volk – ein Anruf mit der Anfrage sich um ein Volk in einer Thuja zu kümmern. Danke dafür, das Volk hätte sonst wenig Chancen zu überleben. Ein dankbarer Schwarm – stark und auf Kopfhöhe. Nur etwas eingeschränkt zugänglich – aber der erste Zugriff brachte doch schon ca. 80% des Schwarms und wohl auch schon die Königin. Sie wird sicher im laufe der Saison durch eine junge Zuchtkönigin ersetzt. Anlass auch gleich die eigenen Völker  genauer anzusehen. Bei den eigenen Völkern wird nicht gegen den Schwarm gearbeitet – er wird vorweggenommen. Beim Schwarm ist das Volk ‘schwanger’ – es will sich vermehren. Die Teilung wird vom Imker durchgeführt, der Schwarm damit umgesetzt. Durch die Schwarmvorwegnahme ist es streng genommen auch keine Schwarmverhinderung, sondern ein Weg mit dem Schwarm zu arbeiten.

April-Schwarm in Thuja

 

April-Schwarm in Thuja

 

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Was machen Imker im Winter?

Bei den Bienen ist alles still und ruhig. Sie haben es sich im Wintersitz bequem gemacht und der Januar ist DER  Monat wo Biene und Imker getrennt verbringen…  Aber als Imker gibt es  prinzipiell das ganze Jahr über etwas zu tun. In der Werkstatt hat sich viel angesammelt – Reparatur- und Erneuerungsarbeiten, Wachsarbeiten. Und Imkern bedeutet auch immer Weiterbilden und “auf dem Laufenden” bleiben.  Neben dem Besuch von Fortbildungskursen gehört auch das Lesen geeigneter Fachliteratur zum modernen Imkern. Mit der Zeit wächst eine stattliche eigene Fachbibliothek der neusten Werke zu Bienenzucht, Imkerei, Bienengesundheit, Bienenprodukten, Königinnenzucht und Apitherapie…

Bücher vom Erwerbsimkerbund – 2021

Das jährliche Weihnachtsgeschenk des Erwerbsimkerbundes. Wieder eine sehr gelungene Auswahl. Gerade in der Hand zum lesen hab ich Paul Jungels – Imkern. Er ist eine anerkannte Koryphäe, besonders in Sachen Zucht. Ich weiß jetzt schon, das es mich nachhaltig beeindrucken wird. Es ist eine Flasche Wein eingekühlt und ich bin mir nicht sicher was schneller abgeschlossen ist   🙂

Fachbücher vom Erwerbsimkerbund - 2021

 

Bücher vom Erwerbsimkerbund – 2020

Mit dem Eintritt in den Erwerbsimkerbund kommt auch gleich ein Weihnachtsgeschenk.  🙂 Zum Beginn der eigenen Imkerei gab es natürlich auch Lernen durch Lesen und schon einige Imkerfachbücher stehen im Regal. Ziel des Erwerbsimkerbundes ist es wohl, den Mitglieder zu helfen, über die Jahre eine eigene Fachbibliothek aufbauen. Herzlichen Dank dafür und vor allem auch für die gelungene Buchauswahl. Leider wird das ‘Recht für Imker‘ doch auch gebraucht. Besonders erfrischend ist aber ‘Bienen im Kopf‘ – ein bemerkenswerter Werdegang vom kleinen Hobby durch viel Leidenschaft zum Risko des Erwerbs. Bernhard Heuvel beschreibt seine steile Lernkurve, wie sein Weg von der Freizeitimkerei in den Nebenerwerb – und vor allem vom Nebenerwerb in die Erwerbsimkerei ging. Er hat seine Berufung zum Beruf gemacht. Bemerkenswert!

Fachbücher vom Erwerbsimkerbund - 2020

 

Weiterbildung – Aktuelle Kurse

Auch aktuell – Weiterbildung/Auffrischung – Kurse bei der Imker.ag. Königinnenzucht wird heuer ein Schwerpunkt werden. Hygiene ist regelmässig dabei. Jeder Imker ist auch Lebensmittelproduzent und ist verpflichtet ein Hygieneseminar zu absolvieren bzw. den Kurs aufzufrischen. Lebensmittelsicherheit wird durch Bienengesundheit und ein hohes Maß an Hygiene im imkerlichen Betrieb erreicht.

Aktuelle Kurse bei der Imker.ag

 

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Bienenschwarm – Warum schwärmen Bienen?

Das Schwärmen von Bienen ist der natürliche Vermehrungstrieb. Eine alte Königin zieht mit einer großen Menge aus, um Platz für eine jüngere Prinzessin zu machen. Wenn Bienen schwärmen, ist das ein faszinierender Anblick: Eine große Menge Bienen quillt wie ein Wasserfall aus dem Stock und verdunkelt eine Zeit lang den Himmel. Bis sich die Bienen in einiger Entfernung an einem Ast sammeln und dort eine Traube bilden. Von dort aus starten die sogenannten Spurbienen, um einen neuen geeigneten Unterschlupf zu suchen. Bei schlechten Bedingungen kann es einige Tage dauern, bis die Bienen on eine neue Nisthöhle einziehen.. In der Not bauen sie auch frei im Geäst von Bäumen ein neues Nest. Diese Völker werden den folgenden Winter jedoch nicht überleben.

Grenzwertig

Wichtiger als der Schwarm ist doch immer die eigene Gesundheit. Als erstes gilt immer abzuwägen wie hoch das Risiko ist den Schwarm einzufangen. Das hier war der erste heuer und schon stark an der Grenze. Frei auf der hohen Leiter war noch ein Zipfel Zweig greifbar mit dem der Ast mit dem Schwarm herangezogen werden konnte. Zwei Centimeter mehr und der Zweig wäre nicht greifbar gewesen – das Risko ihn zu fangen wäre zu groß gewesen. Ein schöner Schwarm, groß und stark – doch immer lieber ziehen lassen als als die eigene Gesundheit zu riskieren.

 

Der sportliche Schwarm…

Einfacher als es aussieht – aber doch ein bischen anstrengend. Es war doch möglich innen am Stamm ohne Risiko hinaufzusteigen. Das Problem war eher das ‘mit Bienen herunter’. Das ‘herunter’ wurde gelöst. indem der Schwarm in einem Eimer mit einer langen Schnur schnell herabgelassen wurde. In 5 Jahren mache ich das sicher nicht mehr   🙂

 

Gut für ältere Imker   🙂

Das sieht ein Imker doch gerne   🙂  Angenehm auf einer niedrigen Leiter gut erreichbar. Ein eher durchschnittlicher Schwarm, doch leicht einzusammeln. Am dritten Bild zeigt die Schwarmkiste schön das es erfolgreich war – Die Königin ist sicher drin, wenn die Bienen sich an der Schwarmbox sammeln. Die Königin war beim ersten Versuch schon dabei – doch der Schwarm selbst etwas breit so das einiges an Bienen nicht gleich mit erwischt wurden.

 

Himmel voller Bienen

Bei einem Schwarm dabei zu sein ist ein beeindruckendes Naturerlebnis! Eine immense Kraft und die Luft riecht richtig nach Bienen. Im Schwarm stehend war dann auch eine Veränderung deutlich spürbar. Der Ton änderte sich – das Flugverhalten war deutlich anders – die Königin hatte sich offensichtlich niedergelassen und die Schwarmtraube bildet sich.  Der größte Schwarm den ich je gesehen hab. Auch ‘breit’ sitzend. Die Menge der Bienen hatte in der klassischen Schwarmbox gar keinen Platz. Ein unvergessliches Erlebnis.

 

Cowboyschwarm

Eigentlich zu hoch – wohl 4 Meter – unerreichbar. Keine Leiter verfügbar, nichts womit sicherer Zugriff möglich wäre. Aber pfiffige, kreative Methoden sind erlaubt   🙂   Also wurden zwei Zurrgurte verknüpft, ein Holz zum Werfen an ein Ende gebunden und nach 4-8 Versuchen war der Ast gefangen. Gut, es waren eher 8 Versuche   🙂 Der Ast war lang genug um nach und nach heruntergebogen zu werden – Kein großer Schwarm, aber er ist dabei  nun ein schönes neues Volk zu werden.

 

Wie im Lehrbuch

Auch ein eher durchschnittlicher Schwarm – der dort sicher schon mindestens 1 Tag im Baum hing. Dankbar einzusammeln. Die Schwarmbox mit Trichter passt gut unter den Schwarm. Der Ast lässt sich schön in den Trichter schütteln – 95% der Bienen mit Königin. Kein Risiko und ein schönes Volk für das nächste Jahr. Für einen älteren Imker eine passende Arbeit  🙂

 

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Ausbildung – die wichtigste Investition in die eigene Zukunft

In die eigene Ausbildung fließen viel Zeit, Engagement und auch Geld. Das macht sich bezahlt. Eine Investition in Bildung macht sich garantiert bezahlt, denn eine Aus- bzw. Weiterbildung ist die Basis für eine erfolgreiche Zukunft. Auch nach einem Imkermeister gilt es Details zu vertiefen, nicht stehen zu bleiben und aktuelle Entwicklungen zu verfolgen. Immer dabei – ‘Bienengesundheit’ – auch hier sind Viren in letzter Zeit ein wachsendes Problem. Vertieft in Theorie und Praxis wird heuer die Königinnenzucht Königinnen- und Völkervermehrung sind ein grundlegender Baustein für eine erfolgreiche Imkerei jeder Größe.

Weiterbildung – Bienengesundheit

Die Varroamilbe kommt ursprünglich aus Asien und parasitiert an Bienen und Bienenbrut. In der Bienenbrut pflanzt sie sich fort. Zusätzlich ist sie Überträger verschiedener Bienenviren.  Das Varroa Seminar wurde gänzlich neu konzipiert mit einer Schwerpunktsetzung auf die praktischen Bekämpfung der Varroa Milbe. Deshalb bin ich gerade in der Varroa-Schulung – als umfangreichen Online-Kurs bei der imker.ag – mit Abschlussprüfung.

Bienengesundheit

Gerade Bienengesundheit ist die Herausforderung an die Bienenhaltung. Die Situation der Biene hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gravierend verändert. Die Varroamilbe, das Auftreten neuer Krankheiten, die Abnahme der Trachtpflanzenvielfalt, Pflanzenschutzmittel und Biozide sowie klimatische Veränderungen beeinflussen die Honigbienen und stellen die Imkerinnen und Imker vor zunehmend größere Herausforderungen. Weiterbildung im Bereich Bienengesundheit und Krankheitsvorbeugung muss ein ständiger Teil der imkerliche Entwicklung sein.

Sortenhonig – Waldtracht

Herrscht im Flugradius eine Pflanzenart stark vor, kann das Ergebnis ein Sortenhonig sein. Ein Sortenhonig besteht nicht zu 100% aus einer Sorte, da niemals alle Bienen eines Volkes allein eine Pflanzenart befliegen. Die Gesetzgebung schreibt daher zur Deklaration eines Sortenhonigs vor, dass dieser zum „überwiegenden Teil“ aus der angegebenen Sorte bestehen muss – je nach Honigsorte ist dabei der prozentuelle Anteil individuell geregelt. Der wohl bekannteste und beliebteste Honig durch seine hellbraune bis schwarze Farbe und durch seinen intensiven Geschmack -> Waldhonig. Bienen sind ursprünglich Waldbewohner, Waldhonig ist somit die ursprünglichste aller Honigsorten. Er stammt vom Honigtau der Fichten, Tannen, Eichen und anderen Baumarten. Um eine Waldtracht zu erkennen oder eine mögliche Tracht abschätzen zu können, ist es notwendig die Trachterzeuger kennenzulernen. Um die Honigtauerzeuger zu finden, muss man je nach Baumart an unterschiedlichen Stellen suchen. Ja, das kann mann lernen  🙂

Königinnenzucht

Königinnenzucht ist in der Imkerei im wahrsten Sinne des Wortes die “Königsdisziplin“. Ein gesundes und starkes Bienenvolk bildet die Basis für eine erfolgreiche Imkerei. Dem liegt wiederum eine starke Bienenkönigin zugrunde. Zucht bedeutet aber mehr als nur die reine Vermehrung, sondern heißt gleichzeitig auch eine Selektion und Auswahl eines geeigneten Zuchtmaterials vorzunehmen.

Datum InhaltBeschreibung
März 2021 Der Weg zum ReinzüchterEs gibt unterschiedliche Intensitäten der Zucht und Aufzucht von Königinnen. Ein Reinzüchter arbeitet aktiv an der Zuchtauslese und Verbesserung der heimischen Landbiene mit.
März 2021 Oberbayerische Züchtertagung 2021Fachtagung mit Zuchtvorträgen.
April 2021 KörkursInhalt des Kurses sind die Beurteilung der Leistungen und Merkmale der Carnica Biene sowie die Erfassung in der zentralen Zuchtwertschätzung (Beebreed).
Mai 2021 PrüfhofschulungZüchterschulung mit aktuellen Informationen vom Institut für Bienenkunde und Imkerei

Wer Bienen halten will, übernimmt Verantwortung. Die Imkerei ist derzeit – mehr den je – geprägt von ständiger Dynamik und Veränderung. Das lebenslange Lernen der Imker bringt eine kontinuierliche Qualifikation auch nach der Erstausbildung unerlässlich mit sich. Einmal erworbene Qualifikationen und Wissen reichen aufgrund der Entwicklungen und Veränderungen der Umwelt nicht mehr aus, sondern müssen fortwährend erweitert und ausgebaut werden.

 
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imker.ag – Die Schule der Erwerbsimker

Der Erwerbsimkerbund hat gemeinsam mit Profis und Institutionen, die in Deutschland und Österreich in der Imkerausbildung tätig sind, ein Konzept für eine Imkerschule erarbeitet. Online Lernen von Profis – für alle Imker/innen. Es entsteht eine innovative Lernplattform von Profis, die für alle deutschsprachigen Imker/innen eine neue Anlaufstelle darstellt. Neben digitalen Lerninhalten mit Videos gibt es Zwischen- und Prüfungsfragen sowie die Möglichkeit, Themenkurse komplett online zu erledigen. Ein eigener Bereich für Fragen & Antworten bietet den Imkerinnen und Imkern die Möglichkeit, den Rat von Profis einzuholen.

 

imker.ag – Lerne von den Meistern

Qualifizierte Imker sorgen für die Ausbildung an Standorten in Deutschland und Österreich. Alle Inhalte werden von Mitgliedern und Imkermeistern der Erwerbsimkerverbände erstellt und betreut. Die imker.ag beitet einen professionellen und umfangreichen Einstieg in die Imkerei.

 

imker.ag – Abonnements

Ideal für den Einstieg und zum Schnuppern -> ‘Basic Abo’. Mit dem kostenlosen Paket gibt es schon Zugang zur Gemeinschaft und vielen interessanten Inhalten. Fachvorträge und Interviews stehen zur Verfügung. Gesammelte Monatsinfos von Imker-Profis sind da schon verfügbar. In österreichischen oder deutschen Imkermagazinen veröffentlichte Monatsinfos aus verschiedenen Jahren ermöglichen einen Vergleich der unterschiedlichen Beiträge für den jeweiligen Monat. Mit dem Premium Paket stehen alle Leistungen zur Verfügung. Online-Kurse, Workshops, ergänzende Unterlagen zu den Kursen, direkter Kontakt zu den Experten.

 

imker.ag – Alle Informationen an einem Ort

Praxiskurse finden an einem der zertifizierten Partnerstandorte statt, Onlinekurs auf der Plattform. Die Inhalte sind aufgeteilt in Videos, Text/Bild, Arbeitsblätter und Kontrollfragen. Jeder kann selbständig und in seinem Tempo lernen. Über einen “Frage & Antworten”-Bereich ist der Austausch unter den Kursteilnehmern bzw. mit den Referenten möglich.

 

imker.ag – Live-Stream ‘Honeyland’

Auch das ist ‘Imkerausbildung’ – “Land des Honigs“. Es geht um Natur, Kommunikation, um Austausch, Gleichgewicht und die Würde der Arbeit. Hatidze Muratova ist eine der letzten Wildimkerinnen Europas. Inmitten der rauen Natur Nordmazedoniens hält sie die alten Traditionen und Methoden der Wildbienenzucht aufrecht. Ich hab den Stream fasziniert und gerne gesehen – Wer diesen Film gesehen hat, isst sein nächstes Honigbrot mit einem ganz anderen Bewusstsein!


 

Die Imkerei erfreut sich gerade wieder großer Beliebtheit. Jeder kann Imker werden und dies auch als Hobby nebenbei betreiben. Die Lernplattform nutzt Fachwissen und Arbeitsweise erfahrener Imker und bietet hierfür Lerninhalte und -videos für alle Imker im deutschsprachigen Raum. Der Österreichische Erwerbsimkerbund hat eine große Initiative gestartet. Online Lernen von Profis – für alle Imker/innen.

 
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Bienenlieb – Der Bienenhof

Betriebsbesichtung im Bienenhof Salzburg. Zu Besuch bei Daniel Pfeifenberger – seit 2015 in den langen Ausbildungen zum Facharbeiter und Imkermeister in Warth mit dabei. Während meine Imkerei sich in der Zeit verdoppelt hat, hat es sich bei Daniel verzehnfacht. Von der Infrastruktur ganz zu schweigen  🙂 Ein sehr großes Areal direkt an der Salzach, ein sehr großes Projekt. Alles an einem Ort bietet der Bienenhof auf 3.800 m2 neben dem ganzjährigen Imkereibetrieb die Information, Schulung und Wissensbildung in Sachen Bienenkultur.

Bienenhof Salzburg

 

Bienenlieb – Der Hofladen

Hier gibt es allerlei Imkereibedarf, Honig aus Salzburg im Pfandglas, Bienenwachs unverpackt und verschiedenste Produkte um das goldene Glück. Viele weitere Bienenspezialprodukte sind ganzjährig im Hofladen erhältlich. Bienenlieb ist die Anlaufstelle für Bienenliebhaber, Imker und Honiggenießer. Imkereiprodukte und Imkereibedarf gibt es auch durchgehend im Webshop.

Bienenlieb Hofladen

 

Bienenlieb – Das Cafe

Ein Café auf dem Bienenhof hausgemachten Köstlichkeiten sowie hochwertigen und nachhaltigen Bio-Produkten – Bio-Kaffee, hausgemachte Suppen bis zum selbstgebackenen Honigbrot. Jeden Samstag kann man sich für das Bio-Frühstück am Bienenhof anmelden.

Café am Bienenhof

 

Bienenlieb – Gin Bien

Ein besonderer Gin, dieser Gin Bien. In kleinen Mengen und viel Handarbeit wird aus 12 Zutaten dieser besondere, aromatische und milde Bio Gin hergestellt. Eigener Honig und Bienenwachs sind die besonderen Botanicals in diesem Bio-Gin. Neben Wacholder stehen dann noch Kräuter, Beeren und Früchte im Rezept. Im geheimen Rezept  🙂

Gin Bien von Bienenlieb

 

Da 2020 nun doch etwas anders war, sollte dieser Besuch in Salzburg eigentlich schon früher sein. Ein kleines Treffen der Imkermeisterklasse 2020 und zu ungünstiger Zeit. Es gab auch einiges zu besprechen, aber das ist ein eigenes, anderes Thema… 🙂 Es sollte im kommenden Frühjahr wiederholt werden. Nicht im Winter, mit mehreren Tagen Zeit auch für Salzburg und das Umland. Gerne jederzeit wieder im Bienenhof   🙂

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Natur Pur – einfache Rezepte für selbstgemachte Naturkosmetik

Herbst ist immer auch die Zeit für Salben. Letztes Jahr gab es Varianten mit Leinöl und Mandelöl, heuer sind es Hanf und Walnussöl. Basisrezept für die Versuche mit verschiedenen Ölen ist immer ‘Propolis Creme Natur Pur‘. Wie bei allem in der Hautpflege geht es auch beim Pflegeöl darum, das passende Öl für seine Haut zu finden. Für die Körperpflege greift man am besten zu kaltgepressten nativen Ölen in Bio-Qualität, denn sie enthalten den höchsten Anteil wertvoller Inhaltsstoffe. Wer eine empfindliche Haut hat, sollte zudem darauf achten, die Öle möglichst pur zu verwenden und auf Parfum, ätherische Öle und andere zusätzliche Stoffe besser verzichten.

Bio-Öle für Naturcreme - Walnuss-, Hanf-, Olivenöl
Naturkosmetik selbstgemacht

Propoliscreme

Die Propolis Creme erfährt in der jüngeren Zeit wieder ein Revival. Propolis – das Hausmittel aus dem Bienenstock wurde wiederentdeckt. Nutzten ihn doch schon die alten Ägypter zum Einbalsamieren, und die vielfältigen Anwendungsgebiete erstrecken sich von äußeren Anwendungen bis hin zur innerlichen Anwendung. Wobei natürlich die Creme mit dem Wirkstoff Propolis rein zur äußerlichen Anwendung verwendet wird. Propolis ist übrigens nichts anderes als Bienenharz, mit dem die Bienen ihren Stock vor Bakterien und Keime schützen.

Öle -> Oliven-, Walnuss-, Hanföl

  • Olivenöl hilft insbesondere trockener Haut, zur Ruhe zu kommen. Es wirkt leicht entzündungshemmend, fördert die Elastizität und unterstützt das Bindegewebe. Olivenöl wird sehr gut von der Haut aufgenommen und eignet sich daher wunderbar zur Hautpflege. Es spendet Feuchtigkeit, ist wirksam gegen Falten und unterstützt die gesunde Zellfunktion der Haut.
  • Walnusskernöl ist besonders verträglich. Es lässt sich gut verteilen, zieht schnell ein und unterstützt die Heilung rissiger Haut. Reines Walnussöl eignet sich zudem hervorragend zur Lippenpflege. Und es duftet leicht nussig 🙂
  • Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Hanföl ist ein sehr wertvolles, gesundes und zugleich beliebtes Pflanzenöl. Für empfindliche und besonders sensible Haut ist Hanföl ein wahrer Segen. Wie kaum ein anderes Öl zieht es besonders gut in die Haut ein.
Creme mit Bio-OlivenölCreme mit Bio-WalnussölCreme mit Bio-Hanföl

Eigene Erfahrungen

Hanf – überraschend angenehm. Sehr weich in der Konsistenz und ich nehme es oft und gerne. Naja, der Geruch ist für mich gewöhnungsbedürftig  🙂 Bei Nüssen kann ich nie wiederstehen und die Walnussölvariante riecht da für mich wirklich verführerisch. Auch mit diesem Rezept hier weich und angenehm. Wohl die Kakaobutter, die in diesen beiden Varianten viel für die Konsistenz ausmacht. Beide neuen Varianten werd ich langfristig sicher öfters benutzen. 

Die neuen Varianten dürfen auch in eine neue Verpackung – Glas.
Es ist doch dringend Zeit, das wertvolle Naturprodukt nicht mehr in Plastik einzupacken…
Mit den unterschiedlichen Deckeln weiß ich dann auch gleich was drin ist   🙂

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Wachsumarbeitung

2020 war jetzt schon ungewöhnlich – auch imkerlich war dieses Jahr ‘anders’. Der Honigertrag war extrem wenig, der niedrigste in der Geschichte der Bienengaertnerin. Österreichweit ist Honig dieses Jahr eine Mangelware. Nach zwei doch schon schwachen Jahren durch die Hitzesommer, folgte nun ein katastrophales. Hier im Umfeld war auch ein außerordentliches Schwarmjahr. Die Anzahl der Völker hat sich damit fast verdoppelt… Aktuell gehen 50% mehr Völker in den Winter als letztes Jahr.

Vor der Saison ein Besuch den ich gerne mache – Wachs Hödl. Ein angenehmer Familienbetrieb und eine traumhaft schöne Gegend. Gerne immer verbunden mit einem Wochenende im Steirischen Thermenland und Vulkanland. Traumhafte Weinlandschaft mit ‘Weinstöckl‘ als Unterkunft direkt im Weinberg und Traminer – Österreichs bestem Wein  🙂 Diesmal wurden ca. 100 kg eigenes Wachs umgearbeitet. Die Bienen der Bienengaertnerin sollen und müssen immer viel Wachs selber bauen und sitzen auf Mittelwänden aus ihrem eigenen Wachs. 

 

Bienenschwärme

Ein schwarmintensives Jahr. Von 9 Völkern dieses Standorts in Niederösterreich sind die Hälfte geschwärmt. Fast alle davon hab ich doch rechtzeitig getrennt oder gefangen. Anstrengend waren 4 Schwärme gleichzeitig im Apfelbaum… Die 4 waren aus 2 Völkern und es war zeitintensiv und anstrengend alle zu ernten  🙂 Zur Schwarmzeit ist das Kisterl und der Trichter immer im Auto – aber ich hab nur zwei und keine vier… Der höchste Schwarm dieser 4 war doch sehr grenzwertig. Sicher auf ca. 7 Metern hoch, weit draußen und mit der Leiter direkt nicht zu erreichen.

 

Sicherheit und Gesundheit gehen immer vor. Wenn das Risiko den Schwarm zu fangen zu groß ist, soll er weiterziehen. Der äußere hier war schon Grenzwertig. Mit der Leiter praktisch nicht zu erreichen. Hoch und weit außen. Der ‘innere Schwarm’ ging noch – recht nahe am Stamm und mit sicherem Stand auf der Leiter. Es gilt ja auch noch das Schwarmkisterl in einer Hand zu halten (mit Trichter) und mit der anderen Hand die Bienen in den Trichter zu schütteln.

 

Der ‘innere Schwarm’  ging mit sicherem Stand an der Leiter – ein paar Äste wurden zwar entfernt um Kiste+Trichter heranzubringen, doch mit Ruhe und Geduld ließ dieser sich angenehm pfücken  🙂  Der ‘äußere Schwarm’ war schwierig. Etwas zu hoch, zu weit außen und das nächste Jahr bin ich sicher zu alt für sowas  🙂   Mit viel Wasser, um den Schwarm kompakt pflücken zu können, und Herunterbiegen des Astes ließ er sich abstoßen. Er war verlockend groß und doch würde ich ihn wohl das nächste mal ziehen lassen.

 

Ein Detailbild vom innen sitzenden Schwarm – einige Kilo Bienen, ein volles, starkes Volk. Nahe am Stamm, um die Leiter auf 6-7 Meter Höhe schön anzulegen, und doch ein bischen ‘verbaut’. Etwas Geäst musste entfernt werden, um heranzukommen. Es dauert etwas ihn ‘herauszuarbeiten’, aber ein schönes Volk wo das Risiko überschaubar war.

 

Operation erfolgreich   🙂    Das Ergebnis vom äußeren Schwarm – offensichtlich mit Königin im Kasterl   🙂  Nachdem der Imker sich etwas erholt hat, sind diese Bienen auch noch in das Schwarmkisterl gekommen. Viel Wasser, abkehren und über den Trichter dazugeben. Wohl fast alle der hier noch außen sitzenden Bienen haben es noch zu ihrer Königin in die Kiste geschafft.

 

Jungvölker

Das Ergebnis all dieser Schwärme – ein ungeplanter neuer Bienenstand mit Schwärmen und Jungvölkern. Es war auch an der Grenze der vorhandenen Kapazitäten. Es waren mehr Völker als die Bienengaertnerin Material hat… Das eine oder andere Volk hatte einen improvisierten Boden und wurde erst im heranwachsen mit dem nötigen Material versorgt.

 

Königinnenzucht

Viele Schwärme sorgen doch auch für Königinnen, die man nicht immer haben will – Königinnenzucht wird ein wachsendes Thema. Durch die zeitintensive Meisterausbildung, die situationsbedingt weit nach hinten verschoben wurde, fehlte dafür doch etwas Zeit und Ruhe. Erst zu spät gab es erste Serien und zu wenig, um die eigenen Völker jetzt schon alle umzuweiseln.

 

Begattung der Königinnen

Standbegattung – wo die Prinzessinnen es doch schön haben   🙂  Es sind Töchter von Reinzuchtköniginnen, also doch gutes Potential – aber künftig gibt es nur Wirtschaftsköniginnen und keine Belegstellen. Das nächste Jahr soll der Schwerpunkt auf der Königinnenzucht liegen – wobei es ‘Vermehrung’ und keine Zucht sein wird.

 

Neuer Standort

Ein neuer Standort! Ein zauberhafter, nicht bewohnter Garten am Wilhelminenberg. Es war schon länger geplant und notwendig, da der Standort in der ‘Hochsatzengasse’ aufgelassen wurde. Der Garten hier könnte ein sehr guter Ausgleich dazu werden und die schon dort stehenden Völker sind auf gutem Weg in den Winter.