September 2018 – Burkina Faso

Nein, die Bienengaertnerin ist jetzt nicht so weit umgezogen  🙂 Es hat sich zwar heuer sehr viel verändert, aber bis nach Westafrika wird es wohl eher nicht gehen. Obwohl doch der eigene Honig sehr gut und reichlich da ist, kauf ich auch gerne Honig. Sorten die ich mag und selber nicht habe, Länder/Sorten die einfach neugierig machen. Zuletzt zum Beispiel Wildlavendelhonig aus Portugal und Kirschblütenhonig auf einem Markt in Hamburg. ‚Wie schmeckt die Welt‚ – Honig ist da eine der Alternativen, um im Urlaub bei lokalen Imkern etwas über die Gegend zu erfahren.

 

Ein lieber Bekannter hat gerade ein Schmuckstück mitgebracht. Honig aus Burkina Faso. Mit Österreichischem Honig nicht zu vergleichen – so fremd wie das Land dort. Faszinierend anders. ‚Malzig‘ ist der erste geschmackliche Eindruck und dann doch auch sehr süß. Ungewohnt gegenüber dem eigenen Honig, reizvoll wie unterschiedlich doch so ein Naturprodukt ist.

Schon der ‚heimatliche Honig‚ ist sehr variantenreich. Die Honigfarbe geht von Weiß bis Schwarz durch alle Farben der Palette. Blüte, Raps, Akazie, Kastanie, Wald,… der Honig unserer Gegend zeigt uns den Geschmack unserer Heimat. Nichts schmeckt besser als der heimischer Honig.

Kostproben aus dem Urlaub, von dortigen lokalen Imkern geben eine gute Möglichkeit die eigene, bekannte Welt mit der dortigen Region zu vergleichen. Wie schmeckt Afrika, Asien, ja Nordeuropa ist schon ‚fremd‘. Wenn es sich ergibt im Urlaub vom lokalen Imker etwas zu kaufen, ist das eine spannende Gelegenheit:  Rosmarinhonig aus Spanien (Leicht und würzig, aber nie dominierend und geschmacksbildend, der Kräuterduft macht Rosmarinhonig zu einem ganz besonderen Sortenhonig), Orangenblütenhonig aus Griechenland (Besitzt einen sehr lieblichen, feinen Geschmack und ist dazu noch frisch und aromatisch –  zeichnet sich durch einen leichten frischen Orangenduft aus), Korianderhonig aus Bulgarien (hat ein mildes, abgerundetes Aroma, mit leichter Anis-Note), Zitronenblütenhonig aus Sizilien (hell, mit einem intensiven blumigen Aroma und einem süßen Geschmack, jedoch mit einer sehr ausgeprägten sauren Komponente).

Bienenzucht in Kenia‚ – ‚Honigernte der Baka‚ – ‚Honigjäger in der Steilwand‚. Nicht nur der Geschmack ist anders… Schon in den Imkerausbildungen bekommt man ein Gefühl, dass aktuelles modernes, mitteleuropäisches Imkern doch schätzenswert ist. Wenn man selber mal wieder wegen seinen doch kleinen Problemen leidet, macht es das wieder bewusst mit welchen einfachen Mitteln woanders viel schwerer gearbeitet wird. Die Ausrüstung, das Material, das Umfeld und auch die ‚vitalen Bienen‘ – da gehts uns doch wohl recht gut. Gerade ‚die afrikanische Biene‚ – da sie bisher nicht auf „zahm“ gezüchtet wurde, ist die afrikanische Biene recht aggressiv, verteidigt ihre Behausung ausdauernd und mit großer Vehemenz. Kein Vergleich zur auf Sanftmut gezüchteten Carnica in Wien.

Die Konsistenz des Afrikanischen Honigs scheint etwas dickflüssiger zu sein. Wäre ja nachvollziehbar, dass der Wassergehalt in Afrika niedriger als bei uns ist 🙂 Es fehlt mit dem einen Honig natürlich etwas der Vergleich, doch dieser hier ist schon deutlich fester als der eigene Honig.

Die schwarze Farbe verbindet man ja gerne mit Afrika, ist wohl auch oft die Farbe afrikanischen Honigs, aber der Elephant-Friendly Honey zeigt sich dann doch gewohnt goldgelb.

Ein spannendes Erlebnis, den doch exotischen Honig zu probieren und sich damit zu beschäftigen. Ungewohnt fremd und hat dazu geführt sich hier damit auseinanderzusetzen. Herzlichem Dank dem Spender und ich werd mich für den Honig noch revanchieren 🙂

Wenn der Honig zur Zollfalle wird‚ – so spannend es mit Urlaubshonig vom dort lokalem Imker ist – bei Lebensmitteln gibt es zurecht doch viele Regeln, die beachtet werden wollen. Um Lebensmittel aus anderen Ländern einzuführen ist vorher zu prüfen welche Regeln es dafür gibt. Honig ist da zwar grundsätzlich bedenkenlos doch meist in der Menge beschränkt. Je nach Land gehen da wohl 1-2 Kilo im Koffer durch, aber sicherheitshalber vorher informieren. Im Handgepäck wohl eher nicht, da wird Honig als Flüssigkeit definiert und somit limitiert.

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